Vitanin A:
Vitamin A (Retinol) gehört zur Gruppe der fettlöslichen Vitamine. Der Ursprung aller Formen von Vitamin A sind Carotinoide, die von Pflanzenzellen synthetisiert werden. Carotinoide sind dunkel-rote Pigmente, die vielen Pflanzen ihre gelbe bis orange Farbe verleihen. Wenn Tiere die Carotinoide in Pflanzen zu sich nehmen, werden diese Carotinoide (auch Provitamin A genannt) im Darm durch Enzyme in aktives Vitamin A konvertiert. Wie gut die Carotinoide in Vitamin A umgewandelt werden können, hängt von ihrer Struktur ab. Die günstigste Struktur weist Beta-Carotin auf. Es kann in zwei Vitamin-A-Moleküle umgewandelt werden. Das aktive Vitamin A wird dann hauptsächlich in der Leber gespeichert.
In zahlreichen Obst- und Gemüsesorten z. B.
ist die Vitamin-A-Vorstufe Beta-Carotin enthalten.
Vitamin A ist wichtig für das Wachstum, Funktion und Aufbau von Haut und Schleimhäuten, Blutkörperchen, Stoffwechsel sowie für den Sehvorgang.
Neueste Untersuchungen zeigten, dass entgegen der Vermutung selbst durch geringste Mengen Fett in Nahrungsmitteln das Vitamin A vom Körper aufgenommen und verwendet werden kann.
Vitamin B:
Die B-Komplex -Vitamine sind wasserlösliche Vitamine, die zusammengruppiert worden sind, weil sie alle ähnliche metabolische Funktionen und Vorkommen in Lebensmitteln haben. Sie werden nicht oder nur geringfügig im Köper gespeichert und müssen deswegen regelmäßig durch die Nahrung oder durch zusätzliche Mittel ergänzt werden.
Diese Vitamine sind in ihrer Funktion als Coenzyme am Energiestoffwechsel und der Gewebesynthese beteiligt. Coenzyme sind Substanzen, die an Enzymreaktionen beteiligt sind. Viele Coenzyme enthalten als Bestandteil ihrer Struktur Vitamine, ohne die die Coenzyme wiederum nicht richtig “arbeiten” können.
Da sie zusammenwirken, sind die Vitamine der B-Gruppe effektiver, wenn sie kombiniert statt einzeln genommen werden.
B-Komplex beinhaltet folgende Vitamine:
Vitamin B spielt eine wichtige Rolle im Kohlenhydratstoffwechsel. Hilft bei der Verdauung, der Produktion von Salzsäure im Magen und der Darmperistaltik. Sorgt für normale Funktion des Nervensystems, der Muskeln und des Herzens. Der Bedarf hängt sehr von der Menge der Kohlenhydrate in der Diät des Hundes ab, ist erhöht bei Hunden mit Schilddrüsenunterfunktion, laktierenden Hündinnen, im Wachstum und bei Hunden, die an Koprophagie leiden. Hilft außerdem bei Reisekrankheit und bei der Behandlung von Herpesvirus bei Welpen. Äußerst hitzeempfindlich! Bis zu 74% des Thiamins wird durch Erhitzen zerstört.
Quelle:
Vitamin C:
Vitamin C oder Ascorbinsäure ist ein wasserlösliches Vitamin, welches von den meisten Lebewesen selber hergestellt wird; Ausnahmen sind Menschen, Affen, Meerschweinchen, Forellen, Obst-fressende Fledermäuse, Coho Lachs und einige Vogelarten.
Auch Hunde synthetisieren Vitamin C in der Leber aus Glucose, allerdings sehr wenig im Vergleich zu anderen Tieren. Eine Maus, z. B. produziert 275mg/kg Körpergewicht/Tag, der Hund 40mg/kg Körpergewicht/Tag. Die Konzentration der Ascorbinsäure in Hundemilch ist viermal so hoch wie die des Blutes.
Vitamin C-reich sind folgende Lebensmittel und Kräuter:
Vitamin D:
Die beiden D-Vitamine, D2 (Ergocalciferol) und D3 (Cholecalciferol), sind eigentlich Vorstufen von Hormonen, die an der Regulierung des Calcium- und Phosphat-Stoffwechsels beim Hund teilnehmen und deshalb wichtig für Knochenwachstum und -erhaltung sind. Wegen die regulierende Funktionen, die Vitamin D im Körper ausübt, besteht eine Kontroverse, ob nun Vitamin D zu den Vitaminen oder zu den Hormonen gehört.
Provitamin D2 wird von Pflanzen synthetisiert, wenn Ergosterol mit UV-Licht bestrahlt wird. Dieses findet offenbar nur in geerntetem oder beschädigtem Pflanzengewebe statt und ist deswegen nur relevant für Pflanzenfresser, die sonnengetrocknete oder bestrahlte pflanzliche Nahrungsmittel zu sich nehmen.
Provitamin D3 wird bei Allesfressern und Fleischfressern hergestellt, wenn 7-Dehydrocholesterin, eine Verbindung, die in der Haut von Tieren vorkommt, in der Haut durch UV-Licht bestrahlt wird. Es scheint unklar zu sein, ob diese Umwandlung in der Haut auch beim Hund statt findet. Laut Zentek/Meyer findet diese Umwandlung nicht statt, sie liefern aber leider keine Quelle für diese Information. Die restliche Fachliteratur beschreibt diese Umwandlung auch beim Hund. Generell wird Vitamin D3 entweder durch das Fessen von Cholecalciferol-haltigen Lebensmitteln aufgenommen oder vom Körper selbst synthetisiert.
Obwohl Vitamin D fettlöslich ist, kann der Körper nicht viel davon speichern.
Vitamin D wird durch Lagerung und Zubereitung von Lebensmitteln in seiner Aktivität nicht beeinflusst. Es ist bis 180 °C hitzestabil.
Viel Vitamin D Enthalten:
Vitamin E:
Tocopherole sind eine Gruppe von fettlöslichen Vitaminen, die unter dem Namen Vitamin E zusammengefasst werden und hauptsächlich als Antioxidantien wirken. Es gibt acht Tocopherole; Alpha, Beta, Gamma, Delta, Epsilon, Zeta, Eta und Theta. Alpha Tocopherol ist das wirksamste bzw. das Tocopherol mit der höchsten Aktivität. Natürliche Tocopherole werden, zumindest im menschlichen Körper, doppelt so gut aufgenommen wie synthetische Tocopherole. Synthetische Tocopherole werden mit „DL“ gekennzeichnet im Gegensatz zu natürlichen Tocopherolen, die mit „D“ gekennzeichnet werden, z. B. D-Alpha-Tocopherol.
Tocopherole werden nur von Pflanzen gebildet, kommen aber als fettlösliches Vitamin in allen Zellenmembranen vor, so dass sie auch in tierischen Fetten vorhanden sind. Vitamin E wird hauptsächlich in der Leber gespeichert, aber auch im Fettgewebe, im Herz, in den Musklen, Hoden, Gebärmutter, dem Blut und den Nebennieren. Tocopherole wirken als Schutzsystem vor aggressiven Verbindungen (Radikale). In der Zellmembran eingelagertes Vitamin E schützt als Antioxidant mehrfach ungesättigte Fettsäuren vor der Zerstörung durch freie Radikale.
Die Peroxidation der Körperlipiden (Fette) kann die strukturelle Integrität der Zellen zerstören und die normalen Zellfunktionen somit hindern.
Darüber hinaus verhindert Vitamin E die Oxidation von Vitamin A und schwefelhaltigen Aminosäuren und hat eine wichtige Interaktion mit dem Spurenelement Selen. Selen spielt eine bedeutende Rolle bei dem Abbau der Peroxide, die während des Prozesses der Oxidation entstehen. Da Vitamin E die Oxidation der Zellmembran-Fette verhindert, wird das Selen geschont, weil weniger Peroxide überhaupt erst entstehen und somit weniger Selen zum Abbau dieser benötigt wird.
Einen hohen Gehalt an Vitamin E weisen Pflanzenöle auf, aber der Bedarf an Vitamin E steigt durch den hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren. Einen hohen Vitamin E-Gehalt haben vor allem
Vitamin K:
Vitamin K gibt es in zwei natürlichen Formen, Vitamin K1 oder Phyllochinon und Vitamin K2 oder Menachinon. Es gibt außerdem noch einige synthetische Formen, insbesondere Vitamin K3 oder Menadion. Vitamin K3 ist nachweislich gesundheitsschädlich und in Nahrungsmitteln für den Humanbereich seit 1989 verboten. Dennoch findet man noch heute Fertigfutterprodukte für Hunde mit K3-Zusatz, da es im Veterinärbereich noch zulässig ist K3 als Zusatzstoff einzusetzen. Auf Vitamin K3 werde ich an dieser Stell nicht weiter eingehen, da es in der artgerechten Ernährung mit BARF nicht vorkommt.
Vitamin K1 und K2 sind fettlösliche Vitamine und haben im Körper viele wichtige Funktionen. Am bekanntesten ist Vitamin K für die Regulierung der Blutgerinnung durch die Produktion von Prothombin. Vitamin K spielt außerdem eine große Rolle in der Regulierung des Calciumstoffwechsels, indem es das Eiweiß Osteocalcin, welches Calcium in die Knochen einschleust, aktiviert. Ohne die Aktivierung durch Vitamin K kann dies nicht geschehen. Eine weitere wichtige Rolle spielt Vitamin K beim Erhalt der Darmflora, der Stärkung des Immunsytems, der Erhaltung gleichbleibende Fließeigenschaften des Blutes, der Verhinderung von Thrombozyten-Aggregation, der Entspannung der Muskulatur, der Enzymaktivität, der Sicherung der Leber- und Nierenfunktion, der Regulation anderer Vitamine, der Beeinflussung von Antibiotikawirkung und der Neutralisation bestimmter Schimmelpilzgifte.
K1 wird mit der Nahrung aufgenommen, K2 wird im Darm mit Hilfe von Bakterien synthetisiert. Die Haupt-Aufnahmeorte sind Leber, Muskeln und Haut. Vitamin K ist überwiegend in grünem Blattgemüse wie
Tierische Quellen
In den meisten Fleischsorten sind kleine Mengen K1 enthalten.
Bedarf:
Keinen bei ausreichender Fütterung von grünem Blattgemüse. Nach Antibiotikakur, Operationen, schweren Erkrankungen, Herzerkrankungen oder bei Skeletterkrankungen ist es sinnvoll extra Vitamin K1 zu verabreichen. Dosisierung: 0,5-1 Tropfen/kg KM
Eine Überdosierung ist nicht bekannt.
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